Die größte rotierende Masse des Hubschraubers sind die Rotorblätter. Deshalb ist das Auswuchten der Blätter unumgänglich da sonst starke Vibrationen auftreten die den Flug beeinträchtigen und schaden an der Mechaniker anrichten. Ein 48g leichtes Blatt zieht bei ca. 1200U/min mit 50kg am Rotorkopf. Ein Gramm Gewichtsunterschied zwischen den beiden Blättern ergibt eine dynamische Unwucht von ca. 1kg.
Grundsätzlich
gibt es auf dem Markt drei verschiedene
Rotorblattsorten:
Holzrotorblätter
GFK-Rotorblätter
/ GFK = (Glasfaserverstärkter Kunststoff)
CFK-Rotorblätter
/ CFK = (Kohlestofffaserverstärkter
Kunststoff)
Holzrotorblätter sind besonders dem
Hubschrauberneuling ans Herz zu legen, da sie nach einem
unvermeidlichen Crash kostengünstig zu ersetzen sind. Bei den
andern aufgeführten Blattsorten sieht die Sache preislich schon
etwas anders aus. Für gute CFK-Blätter muss man schon etwas
tiefer in die Tasche greifen. Man sollte allerdings unbedingt die
Montageangabe des Herstellers beachten und die maximale Rotordrehzahl
nicht überschreiten egal für welche Sorte man sich
entscheidet.
So unterschiedlich der Materialaufbau der einzelnen Rotorblätter auch ist, so haben sie dennoch eine Gemeinsamkeit. Das Auswiegen bzw. Auswuchten.
Auswiegen bzw. Auswuchten der Rotorblätter:
Diese Arbeit muss äußerst sorgfältig ausgeführt werden egal ob Holz-, GFK- oder CFK-Rotorblätter. Dabei grundsätzlich so wenig wie möglich Klebestreifen aufbringen. In zwischen sind auf dem Markt fertig ausgewuchtete Blätter für wenig Euros zu bekommen, doch empfiehlt es sich dies vor der Montage zu überprüfen.
Allgemein:
Rotorblätter sollten zueinander passen, d.h. sie sollten gewichtsmäßig keine großartigen Unterschiede aufweisen.
Tipp
für Holzrotorblätter:
Holzblätter
können mit Klebefolie oder aber Schrumpffolie ummantelt werden.
Bei der Schrumpffolie ist zu beachten dass sie nicht nur durch einen
Heißluftfön zusammengeschrumpft wird, sondern zusätzlich
mit Hilfe einer Gummirolle angedrückt wird. Beachtet man das
nicht, besteht die Möglichkeit, dass sich während des
Fluges die Folie von der Rotorblattoberfläche abhebt und zu
flattern beginnt. Ein unruhiger Flug bis hin zum Absturz können
die Folge sein
Bestimmen
des Blattschwerpunkt:
Zu Beginn ist die Lage des
Schwerpunktes der einzelnen Blätter zu ermitteln. Um diesen
besagten Punkt ermitteln zu können spannen Sie ein
Aluminiumblech oder eine stumpfe Messerklinge in einen Schraubstock.
Nun wird jedes einzelne Rotorblatt um ca. 45Grad zur Auflage
aufgelegt und dabei vorsichtig verschoben. Ist ein Gewichtsausgleich
erfolgt, markiert man sich die Stelle auf der Rotorblatt Oberfläche.
Nun wird das Blatt um 90Grad gedreht und wiederholt diesen Prozess
erneut. Man erhält auf der Blattunterseite zwei Linien, deren
Schnittpunkt X dem eigentlichen Blattschwerpunkt entspricht.
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Dieser Bericht ist wie immer ohne Gewähr!
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Stand Februar 2008